Asia – First Week

 

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Die Weltcup Serie in Asien ist immer ein großes Thema bei den Weltcupstartern.  Meistens hört man ein nörgeln… Es sei zu warm, zu schwül, zu unhygienisch oder einfach zu aufregend. Ein paar dieser Punkte kann ich nach meiner ersten Woche in Chongqing bestätigen. Es ist wirklich sehr warm für einen Wettkampf im Freien. Es stimmt auch dass es sehr feucht und schwül ist. Unhygienisch?! Joa könnte man so sagen =D Und chaotisch ist es in der größten Stadt der Welt natürlich auch…

Aus Sicht der Coaches ist der Asien Trip DAS Mega Erlebnis der Wettkampfsaison. Die müssen allerdings auch nicht so besonders darauf achten, was sie zwischen die Zähne bekommen. Ein Häppchen hier ein Häppchen da. Und am Ende fragt man sich ob die kleinen braunen runden Dinger wirklich Kastanien waren, oder doch die Hoden eines kleinen Tieres… Wenn man nicht gerade auf irgendwelchen Gedärmen oder Knorpeln rum kaut, kann es immer noch sein das die Schärfe einem den halben Mund verbrennt… Es ist also immer ein sehr spannendes Erlebnis bei der Auswahl seines Gerichts. Beim Taxi fahren ist es nicht anders. Es wird gerast, es wird gehupt und alle fahren kreuz und quer. Wenn man also all diese Punkte bis zum Wettkampf übersteht hat man schon einen großen Teil gewonnen.

Jetzt zum Wettkampf selbst. Es waren circa 80 Starter gemeldet, darunter 10 Japaner, ein Haufen Chinesen und die üblichen Europäer. Das Gelände auf dem der Wettkampf stattfand war ein eigens für solche Kletterveranstaltungen angelegter Park. Das ganze nannte sich „Gecko King Park“! Was aber keiner von uns und den anderen Nationen wusste war, dass der ganze Park und die Gebäude innerhalb zwei Monaten errichtet wurde. Schnell sind die Chinesen also. Ob sie auch noch gut im Bouldern sind, würde sich zeigen.

Beim aufwärmen fühlte ich mich noch ein wenig unsicher, da ich mir beim letzten Training etwas an der Schulter geholt hatte. Mit der Aufregung und der richtigen Behandlung sind diese aber verschwunden und ich konnte mit einem guten Gefühl in den Wettkampf starten. Boulder Nummer eins konnte ich toppen, wenn auch mit ein paar verschenkten Versuchen. Den Zweiten und vermutlich schwersten Boulder schaffte ich leider nicht. Gefolgt von zwei schnellen Tops und einer ehr zaghaften Vorstellung auf der letzten Platte konnte ich mir insgesamt drei Tops sichern. Damit lag ich auf dem 20. Platzt. Jeder weitere Starter mit einem besseren Ergebnis konnte mich also aus dem Halbfinale kicken. Und wie hätte aus auch anders sein können, passierte das auch. Zwei weitere Athleten konnten sich vor mich schieben und ich durfte mich mit dem 23. Platzt zufrieden geben….

Zitat von unserem Coach Udo: „Moritz, mach dir nichts draus. Hinten kackt die Ente“ was so viel bedeutet: „die Saison ist noch lange. Wer weiß was da noch alles passiert!“

So etwas baut einen doch auf =D

Für meine Kollegen Jan Hojer, David Firnenburg und Monika Retschy lief es besser und sie konnten sich alle einen Platz im Halbfinale sichern. Am Ende war es für Jan der 12. Platzt und für David und Moni der 10. Keiner der Deutschen war weiter und somit konnten wir ganz entspannt dem Finale zuschauen.

China ist bis jetzt auf jeden Fall ein risen Erlebnis und eine unglaublich Erfahrung. Ich bin gespannt was uns bei unserem nächsten Stop in Shanghai erwartet!

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