The Crazy Trad Climbers

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Bevor es zu den „Crazy Trad Climbers“ geht, gibt es noch kurz die Ergebnisse vom vergangenen Wettkampf.

Um das ganze auf den Punkt zu bringen. „We kicked some ass“! Besser gesagt Gabriele Moroni aus Italien, auf Platz eins, und ich haben gezeigt, was Europäer drauf haben. Aus Kim´s Sicht würde ich vorsichtig behaupten, dass er sich selbst auf den Hintern gehauen hat. Aber wem ist das denn noch nicht passiert? Es war ein wirklich toller Wettkampf, der uns Beiden richtig gut gefallen hat und eine ziemlich coole Erfahrung war.

Joshua Tree! Der Joshua Tree National Park ist unter den Kletterern bekannt für unglaubliche Felsstrukturen, Risskletterei und dem traditionellen klettern. Unter den normalen Besuchern ist der Park bekannt für eine unglaubliche Landschaft und die Kakteenartigen Joshua Bäume, die überall zu sehen sind. Der Grund für uns in den Park zu gehen, war eigentlich das Bouldern. Als wir aber bemerkten, dass wir die einzigen sind die zum bouldern hier sind schauten wir uns auch mal die höheren Felsen an. Das einzige und wohl größte Problem bei der Sache war, dass Kim und ich noch nie eine Route selbst abgesichert hatten. Wir Beide wussten grob wie alles in der Theorie funktioniert aber in der Praxis hatten wir so etwas noch nie gemacht, nie gelernt und auch nie das Interesse gehabt. Wenn man aber auf einen dieser Felsen wollte, musste man entweder den sehr leichten Abstieg, als Aufstieg benutzen oder lernen sich selbst abzusichern.

Zum Absichern hatten wir ein Set an Klemmkeilen und einen steinalten „Friend“ der eigentlich ins Museum gehört, wie wir später von ein paar Profis erfahren hatten. Die erste Route die wir uns aussuchten war eine 5.10b (7-). Das schwierige an solch einer Route sind nicht die Züge oder die Ausdauer, sondern die Angst. Die Angst lässt mich vergessen wie ich mich bewegen muss. Es fühlt sich so an, als könnte ich nicht mehr klettern und dadurch wird selbst eine 7- zu einem Problem. Kim kann ganz gut damit umgehen und durfte deshalb mal wieder als erster. Ohne Probleme und zum Glück ohne Sturz konnten wir Beide die Route klettern. Jetzt hatte es uns gepackt… Eine Route nach der anderen. Die Routen wurden schwieriger, steiler und immer interessanter. „You guys are just going for it, I like it!“ „Oh man how old is that thing?“ Oder „That was impressive.“ waren wohl die häufigsten Sätze die wir uns anhören durften. Es war wirklich cool anzusehen wie wir uns von Route zu Route steigerten. Das setzen der Keile wurde schneller, sicherer und auch die Technik beim Rissklettern machte Fortschritte.

 

Als Abwechslung sind wir auch teilweise ohne Seil und Kletterschuhe los gestiefelt und sind auf alles geklettert was uns in den Blick gefallen ist. Auch bei diesen Wanderungen haben wir uns immer weiter gesteigert. Die Risse wurden immer größer, steiler,schwerer und höher. Auf der anderen Seite wurden wir immer sicherer und mutiger. Manchmal zu mutig, das wir keinen Weg zurück finden konnten und in einer Sackgasse steckten, aus der nur einer raus konnte. Da steht man dann ganz schön doof da und wartet bis der Andere mit einem Seil zurück kommt und man gerettet wird. Wir fühlten uns wie Bergsteiger, die einen Achttausender nach dem anderen erklommen. Und natürlich wurde auf jedem „Gipfel“ ein Beweisfoto gemacht!

Für jeden Kletterbegeisterten der mal etwas anders ausprobieren möchte. Geht in diesen Park und schaut es euch an. Es gibt für jeden das Richtige. Noch dazu gibt es jeden Abend ein kostenloses Wildlife Konzert der Koyoten. Teilweise etwas schräg, aber auf jeden Fall lohnenswert…. =D

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