Bishop part 1

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Die Nächte sind lang, kalt und ungemütlich. Die Blöcke sind hoch und die Stürze tief. So könnte man Bishop beschreiben. Nichts desto trotz ist dieses Gebiet eines der schönsten auf dieser Welt.

Die Landschaft erinnert an die eines Mondes mit all den super coolen Felsstrukturen und Formationen. Ich will aber noch nicht zu viel verraten, denn wir sind wieder zurück in Los Angeles und haben den Aufenthalt in Bishop abgebrochen. Wir hörten von einem Wettkampf in San Diego und dachten uns dass wäre doch mal wieder eine ganz gute Abwechslung. Außerdem haben wir noch ein paar Projekte in Bishop offen, von denen wir ein paar Tage Pause brauchen. Nicht nur um den Körper  zu erholen, sondern auch um den Kopf wieder klar zu bekommen. Ein Projekt, dass Kim und mir nicht mehr aus dem Kopf geht ist „Evilution“. Eine der wohl bekanntesten Linien in Bishop. Der Boulder startet mit einer V10, die sich bis zur Lippe des gigantischen Boulder Blocks zieht. Ab der Lippe sind es noch drei schwere Züge bis man auf der Ausstiegsplatte steht. Hat man auch diesen Teil geschafft sind es noch gut fünf Meter bis zum vollen Erfolg. Es sind nicht die Züge, die diesen Boulder so schwer machen, sondern die Höhe und die mentale Stärke. Der erste Teil machte uns wenige Sorgen, der obere Teil dafür umso mehr. Mal wieder packten wir das Seil aus um die Züge in der „No-falling-zone“ auszuchecken. Es brauchte nicht lange, bis wir Beide unseren Weg gefunden hatten und wir uns relativ sicher waren die Züge am Stück zu klettern.

Kim war mal wieder Erster an der Reihe und konnte relativ schnell die V10 bis zur Lippe klettern, traute sich dann aber nicht die letzten drei Züge auf fünf metern Höhe zu probieren. „Das kannst du locker flashen“ waren die ersten Worte von Kim. Etwas skeptisch begab ich mich an den Einstieg, schaffte es aber tatsächlich den ersten Teil bis zur Dachkante zu flashen. „Evilution to the lip“v10. Ohne zu zögern kletterte ich weiter. Ich wollte das gesamte Ding klettern. Was dann passierte, war nicht sehr schön!

Der Griff an dem ich mich hielt befand sich auf circa fünf Metern Höhe. Beim Aufprall fühlte es sich so an, als ob sich meine Beine in den Bauch graben würden und mein Körper auf das Minimum komprimiert wurde. Es ist aber nichts wirklich passiert und wir konnten die nächsten Tage weiter bouldern. Wir trauten uns allerdings nicht noch einmal einzusteigen und hoffen, dass nach der Pause in San Diego und Joshua Tree der Mut wieder zurück kommt. Jetzt wird aber erst mal gefightet und den Amerikanern gezeigt, was Europäer im Wettkampf so drauf haben =D

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