The Icy Night

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Die erste Nacht in Denver verbrachten wir bei meinen Cousins Ben und Luke. Gut ausgeruht ging es dann am nächsten Morgen in die Berge des Rocky Mountain National Parks. Wir fuhren immer höher in die Berge und die Thermometer Anzeige im Auto sank immer weiter nach unten. Am Campingplatz angekommen zeigte der Thermometer wohlige 2°C an. Wird schon gehen mit dickem Schlafsack und Lagerfeuer dachten wir… Um uns ein wenig aufzuwärmen gab es erst mal eine Portion pancakes (wie man sieht haben sie sehr gut geschmeckt) und eine kleine Wanderung in eins der bekanntesten und besten Bouldergebiete hier im Park. Den „upper“ und „lower Chaos“ Boulder Spots. Von dort oben hatte man eine unglaubliche Aussicht auf das gesamte Tal und die unberührte Natur. Wir wussten beide dass wir hier unbedingt am nächsten Tag zum bouldern wiederkommen würden. Zurück am Camping änderte sich die Laune aber ganz schnell, als ich bemerkte, dass mein Schlafsack fehlte. Den hatte ich vermutlich in der Wohnung von Luke und Ben vergessen. Also was machen? Es wurde immer kälter und windiger und ich wusste wirklich nicht wie ich die Nacht überstehen sollte. Die Lösung waren drei Hosen, fünf Pullover und sämtliche Jacken die wir hatten. Ich muss sagen ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Klar war es nicht die gemütlichste Nacht, aber unerträglich war es auch nicht. Viel schlimmer war, dass es über Nacht so dermaßen abgekühlt ist, dass wir uns kaum vorstellen konnten die Daunenjacken und die Handschuhe beim Frühstück auszuziehen.Weil wir nicht schon genug Pech hatten, ist uns am morgen die Kaffee Maschine und der Kocher kaputt gegangen. Als Alternative für die Kaffeemaschine diente ein Socke als Kaffeefilter. Ich würde sagen der Kaffee schmeckte „mäßig“, aber das war egal, denn er war heiß! Die Krönung des Tages erwartete uns allerdings, als wir ans Auto liefen. Eine fette Schraube hatte sich in unser Hinterrad gebohrt und somit die gesamte Luft entweichen lassen. Die zwei super Handwerker haben sich natürlich gleich ans Werk gemacht und den Reifen ausgewechselt. Nach etwa einer Stunde, gefrorenen Fingern und einem halb aufgepumpten Reifen sollte es dann zum bouldern gehen. Durch den Schnee und die Kälte waren die Gebiete oben auf den Bergen leider gestrichen. Alternativ gab es einen Boulder Block etwas tiefer im Tal an den wir uns ran machten. Aber auch hier war es unglaublich schwer seinen Körper und die Finger warm zu bekommen. Nach einer Stunde bouldern und frieren war es genug für uns. Wir setzten uns ins Auto, packten alles zusammen und fuhren zurück ins warme Denver. Dieser Teil der Reise ist leider nicht aufgegangen. Aber dieses Land ist groß und es gibt hier noch vieles zu sehen.

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